1. Januar - Neujahr
Oktavtag von Weihnachten
Hochfest der
Gottesmutter Maria
Jahresanfang - Oktavtag von
Weihnachten - Festtag der Mutter Gottes, das ist viel für einen einzigen Tag.
Er braucht aber auch viel, dieser Tag, der ein Anfang werden soll, nicht nur im
Kalender. Im Namen Gottes, im Licht seines Angesichts gehen wir unsern Weg. Wir
schauen auf den Sohn, er schaut uns an, das Kind mit dem Herzen Gottes und mit
den Augen seiner Mutter.
Eröffnungsvers Sedulius
Gruß dir, heilige Mutter, du hast den König
geboren,
der in Ewigkeit herrscht über Himmel und Erde.
Oder: Vgl. Jes 9, 1.5; Lk 1, 33
Ein Licht strahlt heute über uns auf,
denn geboren ist uns der Herr.
Und man nennt ihn: Starker Gott, Friedensfürst,
Vater der kommenden Welt.
Seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Ehre sei Gott
Tagesgebet
Barmherziger Gott,
durch die Geburt deines Sohnes
aus der Jungfrau Maria
hast du der Menschheit das ewige Heil geschenkt.
Lass uns (auch im neuen Jahr) immer und überall
die Fürbitte der gnadenvollen Mutter erfahren,
die uns den Urheber des Lebens geboren hat,
Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Zur 1. Lesung Am Morgen der Schöpfung hat Gott Menschen und Tiere gesegnet. Kraft des
Lebens, Frucht des Feldes, Friede in der Natur und unter den Menschen: das sind
die Gaben seines Segens. Nur Gott kann eigentlich segnen; im „Licht seines
Angesichts“, in seiner gnadenvollen Gegenwart und Gemeinschaft, wird alles heil
und gut. Menschen segnen, indem sie den Namen und die Kraft Gottes herbeirufen.
1. Lesung Num
6, 22-27
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten
legen, und ich werde sie segnen
Lesung
aus dem Buch Numeri
22Der
Herr sprach zu Mose:
23Sag zu
Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
24Der
Herr segne dich und behüte dich.
25Der
Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
26Der
Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
27So
sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.
Antwortpsalm Ps
67 (66), 2-3.5.6 u. 8 (R: 2a)
R Gott
sei uns gnädig und segne uns. - R (GL
149, 4)
2 Gott sei uns gnädig und segne uns. VIII. Ton
Er lasse über uns sein Angesicht
leuchten,
3 damit auf Erden sein Weg erkannt wird
und unter allen Völkern sein Heil. - (R)
5 Die Nationen sollen sich freuen und
jubeln.
Denn du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker nach Recht
und regierst die Nationen auf Erden. - (R)
6 Die Völker sollen dir danken, o Gott,
danken sollen dir die Völker alle.
8 Es segne uns Gott.
Alle Welt fürchte und ehre ihn. - R
Zur 2. Lesung Christus ist gekommen, um uns frei zu machen; frei von den Mächten des
Schicksals und der Geschichte, auch frei von dem, was am Gesetz des Alten
Bundes veraltet war. Er gibt uns seinen Geist als das neue Gesetz unseres
Lebens.
2. Lesung Gal
4, 4-7
Gott sandte seinen Sohn, geboren von einer Frau,
damit wir die Sohnschaft erlangen
Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater
4Als
aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und
dem Gesetz unterstellt,
5damit
er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft
erlangen.
6Weil
ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den
Geist, der ruft: Abba, Vater.
7Daher
bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe,
Erbe durch Gott.
Ruf vor dem
Evangelium Vers:
vgl. Hebr 1, 1-2
Halleluja.
Halleluja.
Einst
hat Gott zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
heute
aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn.
Halleluja.
Zum Evangelium Jesus wurde in die Ordnung des Alten Bundes hineingeboren und hat sich
dem Gesetz unterstellt. Sein Name Jesus (Jeschua, Josua: Jahwe rettet) deutet
an, was er sein wird: Retter, Heiland der Welt; in Mt 1, 21 wird erklärt: „denn
er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“.
Evangelium Lk
2, 16-21
Sie fanden Maria und Josef und das Kind
Als acht Tage vorüber waren, gab man dem Kind den
Namen Jesus
+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Lukas
16So
eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
17Als
sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18Und
alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
19Maria
aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber
nach.
20Die
Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und
gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
21Als
acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den
Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner
Mutter empfangen wurde.
Glaubensbekenntnis
Zur Eucharistiefeier Wir
setzen die große Danksagung fort, die Maria einst angestimmt hat. Wir danken
dem Vater, denn „er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch
unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel“ (Eph 1, 3).
Gabengebet
Barmherziger Gott, von dir kommt alles Gute,
und du führst es zum Ziel.
Wir danken dir für den Anfang des Heiles,
das du uns in der Geburt deines Sohnes
aus der Jungfrau Maria eröffnet hast.
Höre auf ihre Fürsprache
und führe uns (in diesem Jahr)
näher zu dir.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Präfationen von der seligen Jungfrau Maria
oder Präfationen von Weihnachten
In den Hochgebeten I-III eigener Einschub
Kommunionvers Hebr
13, 8
Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und
in Ewigkeit.
Schlussgebet
Herr, unser Gott
am Fest der seligen Jungfrau Maria,
die wir als Mutter deines Sohnes
und Mutter der Kirche bekennen,
haben wir voll Freude
das heilige Sakrament empfangen.
Lass es uns eine Hilfe sein,
die uns zum ewigen Leben führt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Besser als ein Licht
Ich sagte zu dem Engel,
der an der Pforte des neuen Jahres stand:
Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes
der Ungewissheit entgegengehen kann.
Aber er antwortete:
Geh nur hin in die Dunkelheit,
und leg deine Hand in die Hand Gottes!
Das ist besser als ein Licht
und sicherer als ein bekannter Weg. (Aus China)