Beuron - der Anziehungspunkt
Es mögen etwa 300 000 Menschen sein, die der Benediktiner-Abtei im Tal der jungen Donau einen Besuch abstatten. Touristen, denen das Refugium klösterlicher Stille sich im Gesamterlebnis Natur und Kultur erschließt, Wallfahrer, die ganz gezielt in Kirche und Gnadenkapelle das Gebet, die Andacht, die Fürbitte suchen.
Sie alle verbindet ein gemeinsames Erlebnis, sie alle gehen mit einem ganz persönlichen Gewinn an Freude und Erkenntnis in ihre Alltagswelt zurück. Daß Kloster Beuron als eine der weniger bekannten, doch sehr bedeutenden Stätten abendländischer Kultur seit Jahrhunderten auch von den Großen der Welt gehegt und gepflegt wird, beweisen die Blätter der Klosterchronik. Dieses Gästebuch erschließt uns mehr als die Tagesaktualität das Besondere dieses Hortes kirchlich-kultureller Werte. Kaiser Wilhelm II hat sich am 13.11.1910 in das Gästebuch eingetragen. Kurt Georg Kiesinger stattete als Bundeskanzler am 2.6.1963 dem Kloster seinen Besuch ab, Die Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker , damals noch Reg. Bürgermeister von Berlin und Roman Herzog fanden hier willkommene Aufnahme. Und sogar Benito Mussolini wußte um die Bedeutung dieser benediktinischen Niederlassung in Deutschland, als er sich am 17.7.1944 ins Gästebuch eintrug.
Von den zahlreichen krichlichen Würdenträgern, Kardinälen und Bischöfen, die Beuron besucht haben, hier nur einige Namen aus dem Gästebuch der Erzabtei: Der apostolische Nuntius Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII; Monsignore Giovanni Montini, der spätere Papst Paul VI.; Kardinal Faulhaber aus München, Kardinal Mercier von Paris. Kardinal Martini aus Mailand, Kurienkardinal Bea, der Apostolische Nuntius Corrado Bafile ...
So wandern die Freunde Beurons auf den Spuren geistlicher und weltlicher Würdenträger, wenn sie hier Antwort suchen und finden auf Fragen, die sie bewegen.![]()
Verlässliche Freunde
Der Verein der Freunde der Benediktiner-Erzabtei St. Martin zu Beuron
Viel ist zu tun. Mönche und Freunde machen sich gemeinsam auf den Weg. Der heilige Benedikt weist ihn uns.
Wer sind wir?
Die Weggefährten der Mönche sind "Menschen von draußen", deren Leben seit Jahren und Jahrzehnten schon mit der Gemeinschaft der Mönche im Kloster Beuron verbunden ist.
Wir alle sind gemäß der benediktischen Regel und Tradition gerne gesehene und herzlich willkommene Gäste der Klostergemeinschaft. Dies ohne Ansehen von Stand, Rang und Namen. Freunde der Erzabtei, die "drinnen", innerhalb der Klostermauern von Beuron, ihre geistliche Heimat sehen. Menschen aus der Region und weit darüber hinaus, die mit dem Kloster und seinen Mönchen über Generationen hinweg fest verwachsenen sind, die hier Trost und Zuspruch suchen, deren Lebensmarksteine - Taufe, Trauung, Tod - von der Klostergemeinschaft begleitet werden. Die hier gemeinsam mit den Mönchen die Gottesdienste feiern, die sich in Tagungen, Seminaren, Exerzitien usw. geistliches Rüstzeug erwerben.
Wir, das sind auch die ehrenamtlichen Helfer, die Stein auf Stein, Hand in Hand mit den Mönchen zur baulichen Instandhaltung des Klosters beitragen. Die in Landwirtschaft und Gärtnerei mitwirken. Menschen, die - den benediktinischen Traditionen gemäß - die Einladung der Mönche zum "Kloster auf Zeit" annehmen und aktiv mit der Klostergemeinschaft leben und arbeiten. Das sind die Zivildienstleistenden, ohne die das Kloster vielerlei Aufgaben im Gastbereich nicht ausführen könnte und deren Hilfe stets willkommen ist und die vielen Gäste aus fremden Ländern, die im "au pair-Austausch" Beuron kennenlernen wollen. Das sind auch die Oblaten des Klosters; Menschen, die ihr Leben in der Welt nach der Regel des Hl. Benedikt ausrichten und vom Kloster geistlich betreut werden.
Wir, das ist auch und im Besonderen der Verein der Freunde der Erzabtei St. Martin. In der ersten Dekade seines Wirkens hat sich dieser Freundeskreis von mittlerweile 1 700 Mitgliedern aus vielen Regionen und Ländern und auch allen Gesellschaftsbereichen auf den gemeinsamen Weg mit den Mönchen gemacht.
Wir alle, die in tätiger Hilfe mit dazu beigetragen haben, daß der Erhalt des Klosters als Lebensraum und Wirkungsstätte seiner Bewohner gesichert bleibt, stehen dabei in einer ehrenvollen Tradition. Seit es Klöster gibt, hatten über die Jahrhunderte hinweg nur diejenigen eine Überlebenschance, die von der Gemeinschaft aller Menschen getragen wurden.
Dies gilt auch für Kloster Beuron. Hilfe von außen, feste Verankerung in der Gesellschaft, Geben und Nehmen auf Gegenseitigkeit, sind die Gewähr dafür, daß uns dieser Hort klösterlicher Stille und Besinnung erhalten geblieben ist und nicht, wie so viele andere Klöster und Ordensgemeinschaften im Laufe der Zeit dem Verfall preisgegeben wurde.
Wir alle und viele ungenannte Freunde mehr, die am Schicksal des Klosters Anteil nehmen, die hier beten, Konzerte hören, die Beuroner Kunst bewundern, im Klosterkiosk manches Erbauungsbuch aus dem Beuroner Kunstverlag mitnehmen, aber auch die Köstlichkeiten aus der Beuroner Klostermetzgerei und - gärtnerei zu schätzen wissen, wir alle gehen gemeinsam den Weg mit den Mönchen. Und freuen uns auf viele Gleichgesinnte, die diesen Weg in die Zukunft des Klosters Beuron mit uns gehen wollen. Sie sind herzlich eingeladen! In diesem Sinne will der Verein der Freunde der Erzabtei St. Martin zu Beuron dazu beitragen, daß das lebendige Kloster Beuron auch im nächsten Jahrtausend lebendig bleibt.![]()
Der Verein der Freunde der Erzabtei St. Martin zu Beuron e.V. wurde im Jahr 1989 gegründet, aus der Erkenntnis, dass den Mönchen bei dem Erhalt des Klosters geholfen werden muß.
- Deshalb sind wesentliche Aufgaben und Ziele unseres Vereins:
- Gewinnung zahlreicher Freunde als Mitglieder
- Gewinnung von Experten und Helfern, die sich ehrenamtlich zur Erfüllung der Ziele zur Verfügung stellen
- Ermittlung und Feststellung baulicher Mängel
- Betrachtung von Dorf und Klosteranlage als geschlossene siedlungsstrukturelle Einheit
- Vorbereitung von Maßnahmen zur schnellen Behebung von Schäden
- Finanzielle und ideelle Unterstützung des Klosters bei der Durchführung der Maßnahmen
- Organisation verschiedenster Veranstaltungen zur Beschaffung finanzieller Mittel
Erste Ergebnisse
- Eindrucksvolle erste Ergebnisse wurden schon erreicht:
- Wiederherstellung des Kirchenvorplatzes und der Kirchenvorhalle
- Das Dach der Gnadenkapelle mit Außenfront sind wieder hergestellt
- Die St.-Maurus-Kapelle erscheint wieder in ihrer großartigen Ursprünglichkeit als Zeuge Beuroner Kunst
- Die Sanierung der Dächer des Klosters wurde weitgehend durchgeführt:
- Die Dächer des Klosteraltbaus
- Die Dächer des Refektoriumbaus
- Die Dächer des Südflügels
- Die Dächer der Bibliothek
- Die Dächer der Kirche
- Sanierung der Gnadenkapelle
- Erweiterungsbau der Bibliothek
- Sanierung des Refektoriumsbaus
Vorausplanungen sind eingeleitet für:
- Sanierung der Krypta
- Sanierung des Kapitelsaals
- Neugestaltung des Zugangsbereichs Klosterkiche - Klosterpforte
Auch Sie können uns helfen:
Werden Sie Mitglied in unserem Verein. Durch Bescheinigung des Finanzamtes Sigmaringen ist der Verein der Freunde der Erzabtei St. Martin zu Beuron e.V. als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Spendenbescheinigungen für steuerliche Zwecke werden ausgestellt.![]()


